Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger

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Vorwort

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Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger

Vorwort

„Für die Wahrheit und die Freiheit stehen Sie.“

Weltweit werden Journalistinnen und Journalisten bedroht, verfolgt und sogar Opfer von Mord und Terror. Sie sind wegen ihrer Berufsausübung nicht sicher.

Entlang der Front in der überfallenen Ukraine leisten Medienschaffende Unglaubliches, wenn sie von dem Kriegsgeschehen und vor allem über die Kriegsverbrechen und über die Situation in Russland berichten. Sie lassen sich nicht zum Schweigen bringen. 

Weltweit werden Medienschaffende, die ihr Arbeitsethos nicht verlieren und weiterhin objektiv über schlimme Menschenrechtsverletzungen berichten und über Unrecht schreiben, Videos und Filme drehen oder darüber in Podcast oder anderen Formaten sprechen, unter Druck gesetzt. Sie werden persönlich und auch gemeinsam mit ihren Familien attackiert – im digitalen Raum, wie im realen physischen Leben.  Sie werden inhaftiert oder ins Exil vertrieben. 

Die Abgrenzung zwischen Menschenrechtsaktivismus und dem unabhängigen investigativen Journalismus ist in vielen Ländern wie Russland, Belarus, die Türkei oder Mexiko häufig nicht möglich. Längst sind Journalisten und Journalistinnen zu den wichtigsten Verteidigern der universellen Menschenrechte geworden.

In der freien Welt mit offenen Gesellschaften sind wir dazu verpflichtet über die teilweise bedrohliche Situation von Medienschaffenden zu informieren und Öffentlichkeit herzustellen. Denn gerade die öffentliche Berichterstattung kann auch eine Schutzwirkung für die mutigen Medienschaffenden, die ihren Kampf für die freie Meinung fortsetzen, entfalten. Und wir müssen sie im Exil unterstützen. Das ist das Ziel der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit mit ihrem Journalisten- und Mediendialogprogramm.

Und dem dient diese Publikation. Wir müssen dafür sorgen, dass ihre Stimmen nicht verstummen. Wir tun das auch aus eigenem Interesse, um Oppositionelle, die sich für Demokratie in ihrem Land einsetzen, zu stärken und damit korrupte, autokratische und totalitäre Herrschaftssysteme zu schwächen versuchen. 

Auch unsere Freiheit ist nur so gesichert, wie wir selbst bereit sind, für sie einzustehen. 

Die Medien- und die Meinungsfreiheit war, ist und bleibt ein sicherer Indikator dafür, wie frei die Menschen in einem Land wirklich sind. Es gibt keinen besseren. 

Wenn Propaganda und Desinformationen eine Gesellschaft prägen und dieser Zustand über Jahre hinweg andauert, und so quasi zur Normalität wird, passiert das, was wir heute in Russland und anderen Ländern beobachten. Propaganda und Desinformationen dominieren die (politische) Meinungsbildung und verleumden die Wahrheit.

Für die Wahrheit und die Freiheit stehen sie: 
Mutige Journalistinnen und Journalisten und Medienschaffende, die auch unter Bedrohung der eigenen Person und  unter widrigen Umständen nicht aufgeben und weitermachen. 

25 Jahre nach Beschlussfassung der UN Erklärung für Menschenrechtsverteidiger und –verteidigerinnen widmen wir diese Ausgabe der Berufsgruppe der Journalistinnen und Journalisten.

Ihre Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Ein Angebot der

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