Strafanzeige

-gegen Vladimir Putin wegen Verletzungen des Völkerstrafrechts

gegen Vladimir Putin wegen Verletzungen des Völkerstrafrechts

Sabine Leutheusser Schnarrenberger erklärte im Interview mit Legal Tribune Online, 12. April 2022: „Dass hilflose Menschen auf der Flucht getötet werden, war für mich ein Auslöser für die Arbeit an der Strafanzeige.“ 

Gerhart R. Baum sagte bereits auf der Pressekonferenz: „Im Kampf gegen den Aggressor gilt das Recht auch als eine Waffe. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und ich haben in diesem Sinn das seit 2002 geltende deutsche Völkerstrafrecht genutzt. In einem umfangreichen Dossier haben wir Gräueltaten etwa in Mariupol und Butscha erfasst.“ 

Es gibt unstrittige Beweise dafür, dass der Angriff Russlands gegen die Ukraine ein Verstoß gegen das Völkerstrafrecht sowie gegen die Genfer Konventionen 1949 und somit ein Kriegsverbrechen sowie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist. Nationale und internationale Institutionen sowie zahlreiche Organisationen und Personen sammeln und sichern derzeit vor Ort Beweise.

Am 6. April 2022 haben Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Friedrich-Naumann-Stiftung und Bundesministerien a.D., und Gerhart R. Baum, Bundesminister a.D., eine Strafanzeige gegen Vladimir Putin beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe eingereicht. Diese Strafanzeige geht einen erheblichen Ermittlungsschritt weiter als bisherige Anzeigen.

Die internationale Zuständigkeit der deutschen Strafjustiz ergibt sich aus § 1 Satz 1 Völkerstrafgesetzbuch. Die bereits angekündigten und inzwischen aufgenommenen Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) stehen dem nicht entgegen, da diese Zuständigkeit des IStGHs subsidiär zu der des verantwortlichen Staates ist. 

Zudem nennt die Strafanzeige erstmals konkrete Verantwortliche auf allen Kommandoebenen für die im Detail beschriebenen bis dato bereits begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit auf dem Territorium der Ukraine. Neben den Mitgliedern des russischen Sicherheitsrates mit seinem Vorsitzenden Vladimir Putin werden Befehlshaber der russischen Streitkräfte und Angehörige verschiedener Einheiten der Streitkräfte benannt. Die Strafanzeige ist ein wichtiger Schritt, internationale Rechenschaft für Verbrechen gegen das internationale Strafrechtrecht umzusetzen.

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